Nachbarrecht

Nachbarrecht & Dienstbarkeiten

Wegerechte, Leitungsrechte oder andere Dienstbarkeiten sind für manche Grundstücke unverzichtbar. Sie sichern beispielsweise die Zufahrt oder die Versorgung einer Liegenschaft. Umso problematischer ist es, wenn ein Nachbar sich plötzlich querstellt.

Doch auch überhängende Bäume, Hecken oder Grenzmauern können zu Streit führen. Dürfen Sie die Äste abschneiden oder die Äpfel pflücken?

Wir beraten Sie gerne!

Unsere Leistungen:

Wir vertreten Sie:
  • bei Nachbarschafsstreitigkeiten
  • bei Besitzstörungen
  • in Dienstbarkeitsangelegenheiten

 

Wir überprüfen und errichten
  • Erfolgsaussichten für Nachbarschaftsstreitigkeiten und Prozesse
  • Dienstbarkeitsverträge
  • Reallastverträge
  • Wohnrechtsverträge
  • Fruchtgenussverträge
  • uvm

Dienstbarkeiten – Servitute

Dienstbarkeiten oder Servituten sind beschränkte dingliche Nutzungsrechte an fremden Sachen, deren Eigentümer verpflichtet ist, etwas zu dulden oder zu unterlassen. Dinglich bedeutet, dass dieses Recht gegen jedermann durchgesetzt werden kann.

Das bekanntesten Beispiel ist das Geh- oder Fahrtrecht. Der Eigentümer des herrschenden Grundstückes ist dabei berechtigt, über das dienende Grundstück zu gehen oder zu fahren. Dieses Recht stellte eine Grunddienstbarkeit dar, das heißt es bleibt auch bei einem Eigentümerwechsel aufrecht, ist an das Grundstück gebunden und in der Regel im Grundbuch verbüchert.

Demgegenüber sind bei den persönlichen Dienstbarkeiten Personen berechtigte, es soll nur einer bestimmten Person ein Recht eingeräumt werden. Diese Rechte erlöschen üblicherweise mit dem Tod des Berechtigten. Ein Beispiel dafür ist das Fruchtgenussrecht, das Recht, eine fremde unverbrauchbare Sache ohne jede Einschränkung, aber unter Schonung der Substanz, zu gebrauchen. Auch das Wohnungsrecht, das gegenüber Dritten durchsetzbares Recht zum Gebrauch einer Wohnung ist eine Dienstbarkeit.

Zu laut, zu hoch, zu hell – nachbarschaftliche Immissionen

Die Gründe für Nachbarschaftskonflikte sind vielfältig. Laute Musik, lärmende Gäste, dauerndes Hundegebell, hohe Bäume die das Grundstück abschatten, störende Beleuchtung, Überwuchs von Pflanzen oder freilaufende Tiere. Meist sind jedoch Immissionen die Ursache für die abgekühlte nachbarschaftliche Atmosphäre.

Immissionen sind mittelbare Einwirkungen auf das Grundstück wie beispielsweise Lärm, Rauch, Wärme, Licht, Erschütterung etc. Diese haben Sie dann nicht zu dulden, wenn die Immissionen das nach den örtlichen Verhältnissen gewöhnliche Maß überschreiten und die ortsübliche Benutzung des Grundstücks wesentlich beeinträchtigen. Welche Immissionen der Grundeigentümer dulden muss, hängt also immer von den örtlichen Verhältnissen ab.

Als Nachbarn zählt dabei nicht nur die Eigentümer von unmittelbar aneinandergrenzenden Grundstücken, sondern alle, die im Einflussbereich der Liegenschaften leben.

Besitzstörungen

Besitzstörung liegt vor, wenn die Herrschaft über eine Sache oder die daraus resultierenden Nutzungsmöglichkeiten eingeschränkt sind.

Das Abstellen eines Kfz auf fremden Grund ist wohl einer der häufigsten Fälle der Besitzstörung. Durch das unberechtigte Abstellen wird der ruhige Besitz gestört. Das Abstellen ist beispielsweise dann berechtigt, wenn es ausdrücklich erlaubt wird. Dies kann auch durch angebrachte Hinweisschilder geschehen.

Gegen eine Besitzstörung kann sich der Besitzer mit einer Besitzstörungsklage zur Wehr setzen. Die Klage muss dabei binnen 30 Tagen ab Kenntnis von Störung und Störer bei Gericht einlangen. Außerdem ist zu beachten, dass das eigenmächtige Abschleppen eines rechtwidrig geparkten Fahrzeuges selbst eine Besitzstörung darstellen kann.

Außergerichtliche Einigung & Unterlassungsklage

Da ein Gerichtsverfahren kostspielig sein kann und zudem das Nachbarschaftsverhältnis oft nachhaltig zerstört, versuchen wir für Sie primär eine außergerichtliche Lösung zu finden.

Ist dies nicht möglich oder von vornherein Aussichtslos, bringen wir eine Unterlassungsklage bei Gericht ein. Im Gerichtsverfahren wird festgestellt, ob eine Besitzstörung oder eine unzulässige Emission vorliegt und diese dann dem Nachbarn per Urteil untersagt.

Vereinbaren Sie einen Termin!

Jede Situation ist individuell. Am besten verschaffen wir uns gemeinsam einen Überblick über Ihr Anliegen in einem persönlichen Termin. Sie können sich bei uns in der Kanzlei, per Telefon oder online per Videkonferenz beraten lassen.

Rufen Sie dazu einfach unter +43 (0) 5552 62091 an oder buchen Sie einen Termin online.

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